Quelle: gmx.net
Beim Vorstellungsgespräch ist das äußere Erscheinungsbild das A und O. Gratulation! Sie haben mit Ihren Bewerbungsunterlagen überzeugt und sind zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Zurücklehnen dürfen Sie sich deshalb allerdings nicht, denn jetzt werden Sie von den Personalentscheidern erst recht unter die Lupe genommen. Schließlich geht es darum, ob Sie und das Unternehmen tatsächlich zueinander passen, ob die Zusammenarbeit von Erfolg gekrönt sein kann und ob das Unternehmen und Sie die gleichen Ziele verfolgen. Genau um diese Fragen geht es - und zwar auf beiden Seiten. Sehen Sie sich keinesfalls als Bittsteller, sondern betrachten Sie sich als potenziellen Partner. Bereiten Sie sich als solcher auf das Vorstellungsgespräch ausgiebig und konzentriert vor. Sie können zwar nicht alle Fragen oder Fallstricke vorhersehen und sich darauf einstellen - aber auf einen großen Teil davon. Und noch etwas: Wer schon bei dem Wort Vorstellungsgespräch an ein grausames Verhör denkt, sitzt ganz sicher mit hängenden Schultern und verkniffenem Gesichtsausdruck vor dem großen Wolf im Personalchef-Pelz. Machen Sie es besser und sehen Sie im Vorstellungsgespräch vielmehr die Möglichkeit, sich auf beruflicher Ebene kennen zu lernen. Bleiben Sie natürlich und verzichten Sie auf Fassaden und Floskeln - schließlich geht es der anderen Seite darum herauszufinden, ob man Ihnen bestimmte Aufgaben anvertrauen kann.
Jeder darf Fehler machen - auch im Vorstellungsgespräch. Das ist normal und kaum zu vermeiden. Wer hat sich nicht hinterher schon selbst einmal gefragt "Warum habe ich nicht ..." Folgende Fehler sollten Sie jedoch keinesfalls machen:
unzureichende Vorbereitung: Informieren Sie sich über das Unternehmen, und zwar ganz gründlich!
Unpünktlichkeit: Seien Sie pünktlich, man wird Sie ansonsten kaum für zuverlässig halten.
Unklare Vorstellung vom Job: Studieren Sie das Stellenprofil und finden Sie eine Antwort auf die Frage, warum gerade Sie der richtige Bewerber sind.
Mangelhafte Selbstdarstellung: Üben Sie die Selbstpräsentation, am besten mit Publikum in Form von Freunden oder Familie. Bereiten Sie beispielsweise einen kleinen "Vortrag"zu Ihrem Lebenslauf vor.
Lebenslauf und Aussagen stimmen nicht überein: Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Selbstvorstellung im Vorfeld mit Ihrem Lebenslauf abstimmen.
Unpünktlichkeit hassen Personaler. Bereiten Sie sich deshalb in Ruhe auf das Gespräch vor, planen Sie die Anfahrt zum Unternehmen und vermeiden Sie so den Stress im Vorfeld.
Desinteresse signalisieren: Überlegen Sie sich Fragen, die Sie selbst stellen wollen. Ansonsten entsteht der Eindruck, dass Sie wenig Interesse an der neuen Stelle haben.
Mangelnde Identifikation mit der eigenen "Geschichte": Versuchen Sie im Verlauf des Gesprächs immer wieder, Begeisterung für das, was Sie bisher getan haben, zu vermitteln. Identifizieren Sie sich mit Ihrem Lebenslauf und machen Sie deutlich, dass die neue Stelle die ideale Fortführung desselben wäre.
Zurückhaltung praktizieren: Zu große Schüchternheit führt selten zum Erfolg. Ein Rhetorik-Kurs kann hier auf jeden Fall Abhilfe schaffen. Fehler, die häufig gemacht werden, sind: kein Augenkontakt, viel zu leises Sprechen, schüchterne Gestik. Monologe halten: Auch das Gegenteil ist wenig überzeugend. Sie sind nicht im Gespräch, um den Interviewpartnern einen Vortrag zu halten. Ihr Gesprächsanteil ist geringer und die Gesprächsführung liegt in der Hand der Interviewer.
Unrealistische Gehaltsvorstellungen: Vor allem im ersten Gespräch sollte das Thema Gehalt mit großer Behutsamkeit angegangen werden; es könnte ein Ausschlusskriterium sein. Grundsätzlich gilt: Kalkulieren Sie immer das Jahreseinkommen, einschließlich aller Sondervergütungen, Sozialleistungen etc., und bieten Sie einen Spielraum an, z.B.: "Nach meinen Informationen wird in der Branche für diese Position ein Jahresgehalt zwischen ... und ... Euro gezahlt. An welches Gehalt hatten Sie denn gedacht?"
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