Ingenieurbüro Peter Rauch

Eigenschaften von Zink als Mineralstoff für den lebenden Organismus

Vorkommen: mehr in Fleisch, Meerestieren, Milch, weniger in Pflanzen, Vollkorn

Eigenschaften: Bestandteil von mehr als 70 Enzymen, alle Zellen benötigen Zink. Radikalfänger (Superoxiddismutase), beteiligt an der Umwandlung von Vitamin A in Retinol, das für den Sehvorgang an der Netzhaut benötigt wird, unterstützt die Leberentgiftung (Alkoholabbau), Knochenneubildung, verantwortlich für CO2-Transport in den Erythrozyten (rote Blutkörperchen), unverzichtbar für das Immunsystem, beteiligt an der Insulinbildung. Weiterhin fördert es den Haarwuchs und die Wundheilung. Zink-Mangel äußert sich in Geruchs- und Geschmacksstörungen ("es riecht komisch", "es schmeckt komisch"). Nebenwirkungen sind nicht bekannt (außer bei sehr hoher Dosierung = Erbrechen, Durchfall). Calcium, Kupfer, Mangan, Eisen, Folsäure können die Resorption behindern, deswegen separat einnehmen.
Bei Vegetariern kann es leichter zu einem Zinkmangel kommen.

Bedarf: 15 mg/Tag

Indikationen:

  • Akrodermatitis: eine Zinkmangel-Krankheit. Sie äußert sich in Hautveränderungen in der Umgebung aller Hautöffnungen und Händen und Füßen. Zu den Symptomen: die Besiedlung mit Candida albicans, Durchfall, Ausfall sämtlicher Körperhaare. Hohe Zinkdosen (bis 150 mg) bringen Therapieerfolge.
  • Akne vulgaris und andere Hautkrankheiten: in Kombination mit Zink, Seien und der Vitamine A, E und Folsäure.
  • Infektabwehr
  • verzögertes Wachstum, verzögerte Geschlechtsreife
  • Herzerkrankungen
  • Lebererkrankungen: Zink ist Coenzym vieler Leberenzyme und a. der Alkohol-Dehydrogenase = Alkoholentgiftung
  • Alkoholismus
  • Diabetes mellitus
  • Wundheilung: in Kombination mit Vitamin C
  • präsenile Demenz
  • Schizophrenie, Depressionen, Hyperaktivität: verbunden mit hohem Kupferspiegel. Zink verhindert die Anreicherung im Blut und Gewebe.
  • Krebs
  • Schwangerschaft: Verminderung des Risikos von Fehlgeburten und Missbildungen
  • Störung der Geruchs- und Geschmacksempfindungen
  • weiß gefleckte Fingernägel
  • vorzeitiges Ergrauen der Haare
  • Störung des Haarwachstums
  • Hypotonie (niedriger Blutdruck): zusammen mit Mangan und den Vitaminen C und B6
  • Schwermetallintoxikationen
  • Chemikaiienüberempfindlichkeit (siehe Mangan)
  • Schlafstörungen
  • Arthritis: Zink fördert die Kupferausscheidung (siehe Mangan)
  • Epilepsie
  • Unfruchtbarkeit
  • Impotenz
  • Anorexia nervosa (Magersucht)
  • Morbus Crohn (Darmentzündung)
  • Wirkung als Gift/Entgiftung: Behandlung bei Bleivergiftung auch nach Bedarf mit Vitamin B1, Magnesium oder Zink. Zn-Salze wirken giftig (Verätzungen der Schleimhäute, Erbrechen); Lebensmittel dürfen nicht in verzinkten Gefäßen aufbewahrt werden!

    Chemische Eigenschaften von Zink und Verwendung

    Quelle:
    Smrz, P.; Top Vital, Grundlagen der Nährstofftherapie, Holzmann Verlag Ulm 1996 S. 64-66
    Daunderer, Max, Gifte im Alltag, Der umfassende Ratgeber, München: Beck, 1999, S. 79
    Schröder, W. unda.; Chemie, VEB Fachbuchverlag Leipzig, 1986, S. 421
    Apotheken Umschau B 01/04, S. 23

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