In den vergangenen Jahren hat die Ausbreitung des holzzerstörenden Pilzes zugenommen. Der Echte Hausschwamm ist oft erst nach größerer Schädigung der Holzkonstruktion erkennbar und stellt so eine zum Teil beträchtliche Gefährdung für die Gesundheit des Menschen und Tiere dar, da die Gebäude auch vollständig zerstört werden können. Das Besondere an ihm ist, er wächst auch auf trockenem Holz, versteckt sich in verdeckten Bereichen (Hohlräume) und wird meist erst sehr spätfestgestellt..
Die erfolgreiche Bekämpfung oder eine schadensfreie Bauausführung sind nicht nur privat rechtliches sondern auch öffentlich-rechtliches Anliegen. Hierzu ist zum Beispiel in der Sächsischen Bauordnung § 16 (2) beim Vorkommen des Echten Hausschwamms eine Meldepflicht verankert. Es soll gewährleistet werden, dass die Sanierung beziehungsweise Bekämpfung entsprechend der DIN 68800 Teil 4 erfolgt. Viel wichtig ist der Absatz 1, wo baulichen Anlagen so beschaffen sein müssen, dass keine Gefahren durch biologische Einflüsse (pflanzliche und tierische) entstehen.
Eine genaue Lebensweise des Echten Hausschwamm ist nicht hinreichend bekannt. Hinzu kommt, dass Laboruntersuchungen in vieler Hinsicht von den vielfältigen praktischen Bedingungen abweichen. Oft werden die Schadensfälle, dass zeigen die vielen Anfragen aus der gesamten Bundesrepublik, nicht richtig eingeschätzt und in Eigenleistung oder durch eine fachlich nicht qualifizierte Firma saniert.
Es fehlt eine systematische Auswertung der bestehenden oder in der Vergangenheit bestandenen Schäden. Die Folgen sind heute fatal. Niemand hat in der Bundesrepublik Deutschland sichere Erkenntnisse über die tatsächliche Ausbreitung dieses gefährlichsten Holzzerstörers. Niemand kann seine Entwicklung oder eine vielleicht mehr oder weniger erfolgreiche Bekämpfung aufzeigen.
Im nachfolgenden Formblatt werden die Daten gesammelt und können wissenschaftlichen Auswertungen, zum Beispiel auch für Diplomarbeiten oder zur Untersuchung für die Entwicklung neuer Bekämpfungsmöglichkeiten, zum Beispiel ein geringerer Einsatz von chemischen Bekämpfungsmitteln oder Entwicklung anderer Verfahren zur Verfügung gestellt werden.
Weitere Ausführungen sind in der Zeitschrift Bautenschutz und Bausanierung 6/99 von Herrn Dr. H.J. Rafalski dargestellt.
Ist Ihnen ein Bauschaden durch den Echten Hausschwamm bekannt, so würden wir uns über Ihre Mithilfe freuen. Füllen Sie bitte das nachfolgende Formblatt aus.
Alle angegebenen Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.
Sie können sich das Formblatt auch unter Downlad herunterladen.
Ausführliche Informationen zur Lebensweise des Echten Hausschwamm können Sie hier erhalten. Ebenso steht eine statistische Auswertung von 150 Schadensfälle zur Verfügung.
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Ingenieurbüro Arbeitsgestaltung und Baubiologie Peter Rauch - Leipzig -